Patenschaftsmodell INNsbruck (PINN), gegründet 1986
"Nur die Praxis enthält die gesamte Theorie"
Zentrales Element des PINN-Konzepts ist ein Patenschaftsverhältnis: Unternehmen bzw. Organisationen unterschiedlicher Größe, Branche und Standorte übernehmen über einen festgelegten Zeitraum eine Art Patenfunktion. Ausgestaltung und Intensität der Patenschaft sind zwischen den Beteiligten zu vereinbaren, wobei von Seiten der PINN-Verantwortlichen auf die Einhaltung "fairer" Bedingungen zu achten ist.
Kernpunkt der Patenschaftsbeziehung sind Problemstellungen, die von potentiellen Patenunternehmen vorgeschlagen, in einem Gespräch mit dem Institutsbetreuer zu einem Projektthema präzisiert und von interessierten Studierenden bearbeitet werden (Einzelprojekte). Die Bearbeitungsdauer dieser Projekte beträgt - je nach Komplexität der Problemstellung - zwischen vier und acht Monaten. Grundsätzlich können alle Themen, die in den Fachbereich unserer Mitgliedsinstitute fallen, von PINN-Studierenden bearbeitet werden.
Das PINN ist also der Versuch, durch systematische und regelmäßige Kontakte zwischen den Studierenden, der Universität und der Wirtschaft, Wettbewerbsvorteile für alle Beteiligten zu vermitteln. Für die Studierenden bietet PINN die Möglichkeit, die an der Universität angebotene theoretische Ausbildung durch lehrreiche Einblicke in die Praxis zu ergänzen und somit die Gelegenheit, Kontakt zur zukünftigen, beruflichen Lebenswelt aufzunehmen. PINN versteht sich als Serviceeinrichtung für Unternehmen und Organisationen;
- diese können sich von Studierenden Problemlösungen erarbeiten lassen, für die sie selber keine Zeit oder keine entsprechend ausgebildeten Mitarbeiter haben.
- Sie können nützliche Informationen und Entwicklungsanstöße gewinnen, wenn sie das Wissen, die Fähigkeiten und das Engagement der Studierenden nutzen.
- Sie können in relativ unverbindlicher Form die Qualität und die praktische Einsetzbarkeit eines Wirtschaftsakademikers testen.
Seinen Studierenden hilft das PINN persönliche und fachliche Unsicherheiten abzubauen und die einzelnen PINN-Bausteine (Gespräch mit der Praxis, Gespräch mit einem Unternehmer, Seminare/Trainings, PINN präsentiert..., Einzelprojekte, Projekte in Lehrveranstaltungen) als Chance zur individuellen Weiterentwicklung wahrzunehmen. Durch die Absolvierung des PINN-Curriculums erhalten Studierende das PINN-Zertifikat und somit eine wesentliche Zusatzqualifikation gegenüber dem normalen Wirtschaftsstudium. Absolventen, die neben dem allgemeinen Pflichtprogramm noch eine Kürleistung vollbracht haben, sind damit für ihre zukünftigen Arbeitgeber besser erkennbar.